Der Sommerhimmel

Die kurzen Sommernächte werden durch das Sommerdreieck dominiert. Dabei handelt es sich um kein echtes Sternbild, sondern um die hellsten Sterne von Leier (Wega), Schwan (Deneb) und Adler (Atair). Sie sind die ersten Sterne, die in der Abenddämmerung sichtbar werden und helfen bei der Orientierung. Ihre Verteilung im Raum ist interessant: Wega und Atair sind nur 25 und 17 Lichtjahre entfernt, während uns von Deneb rund 1800 Lichtjahre trennen.

Die Milchstraße erstreckt sich von der Cassiopeia im Norden ausgehend quer durch das Sommerdreieck bis zum Südhorizont zwischen Skorpion und Schütze. Sie wird von den 500 bis 1000 Lichtjahre entfernten Staubwolken der Großen Teilung (Great Rift) in zwei Hälften geteilt. Diese Staubwolken erstrecken sich vom Schwan aus bis weit in den Süden.

Vor allem der Schütze bietet eine Vielzahl von reizvollen Zielen, die von Mitteleuropa aus leider nur schwer zu sehen sind, da sie nie sehr hoch über dem Horizont stehen und somit leicht im Horizontdunst untergehen.

Der Bootes mit dem hellen Stern Arktur ist noch hoch im Westen zu sehen und funkelt mit dem Sommerdreieck um die Wette, während im Lauf der Nacht mit Andromeda und Pegasus schon die ersten typischen Herbststernbilder im Osten sichbar werden.

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