Die schönsten Ziele

Über 300 Nebel, Sternhaufen und Galaxien sind im Fernglas zu erkennen, dazu kommt noch eine Vielzahl von Veränderlichen und Doppelsternen. Viele dieser Objekte sind allerdings am Rande der Wahrnehmbarkeit oder nur in Großferngläsern zu erkennen. Auch wenn es durchaus seinen Reiz hat, die Grenzen der Leistungsfähigkeit eines Gerätes auszutesten, liegt der Schwerpunkt in der folgenden Auswahl auf gut sichtbaren oder besonders interessanten Objekten. Alle sollten mit einem 10 × 50-Fernglas zu sehen sein, mit einem kleineren Gerät sind einige Objekte nicht oder nur schwer zu sehen. Vergessen Sie nicht, dass Beobachten Übungssache ist und nicht alle Objekte auffällig sind – gerade Nebel können sehr klein sein oder sich kaum vom Himmelshintergrund abheben, planetarische Nebel erscheinen meist nur als Stern. Nicht nur für die etwas anspruchsvolleren Objekte empfiehlt sich ein Stativ.

Die Sternkarten am Ende des Buches bieten einen Überblick über den Himmelsbereich, der in den Abendstunden der jeweiligen Jahreszeit am besten zu sehen ist. Dabei beschränken sie sich nicht nur auf den Bereich direkt im Süden, sondern zeigen auch die angrenzenden Regionen – der Himmelsanblick ändert sich im Lauf der Nacht, und es ist durchaus interessant zu wissen, welche Sternbilder gerade im Westen oder Osten stehen. Die Sternkarten zeigen im Süden außerdem ein paar Sterne, die von Deutschland aus nicht zu sehen sind – sei es, weil sie zu tief am Horizont stehen und vom Horizontdunst verschluckt werden, oder weil sie nie über den Horizont steigen. Dadurch können Sie die Karten auch im Mittelmeerraum verwenden – die Objekte sind jedoch alle bereits von Deutschland aus sichtbar, wobei Beobachter in Norddeutschland bei horizontnahen Zielen am Südhimmel im Nachteil sind.

Für eine erste Orientierung, welche Sternbilder wo genau stehen, empfiehlt sich der Griff zu einer drehbaren Sternkarte. Dort erkennen Sie schnell, welche Sternbilder wann und wo zu finden sind.

Zur besseren Orientierung auf den großflächigen Sternkarten sollten Sie sich eine Gesichtsfeldschablone anfertigen, die zu ihrem Fernglas passt. Alle Übersichtskarten sind im selben Maßstab abgedruckt.

Für die Identifizierung schwächerer Sterne oder für die Beobachtung von Veränderlichen benötigen Sie jedoch bessere Karten, die den Rahmen dieses Buches allerdings sprengen würden. Daher sei hier nur auf die bereits existierenden Sternatlanten verwiesen sowie auf die Möglichkeit, am Computer selbst Detailkarten anzufertigen. Einige empfehlenswerte Atlanten und Programme finden Sie unter „Links und Literatur“.

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