Planetarische Nebel

Wenn ein Stern etwa von der Größenordnung unserer Sonne stirbt, stößt er seine äußere Schale ab. Sie enthält sämtliche Elemente, die der Stern im Lauf seines Lebens durch Kernfusion erzeugt hat, darunter auch Sauerstoff und Stickstoff. Die äußere Hülle wird als Schale in alle Richtungen abgestoßen und hat nicht immer Kugelform. Bis in eine bestimmte Entfernung wird diese Gaswolke durch die Reststrahlung des Sterns ionisiert und ebenso wie ein Emissionsnebel zum Leuchten angeregt. Planetarische Nebel sind daher vergleichsweise kurzlebige Objekte: Sobald die Gashülle sich weit genug von dem Rumpfstern entfernt hat, wird sie unsichtbar. Spätestens nach etwa 50 000 Jahren ist nur noch der Zentralstern mit einem Teleskop zu erkennen, während die Gasmassen sich unauffällig im Weltall verteilen.

Planetarische Nebel erscheinen erst im Teleskop flächig (links M 57 in der Leier und rechts M 27 im Füchschen, jeweils bei 2250 mm Brennweite), im Fernglas sind sie klein und nur schwer von Sternen zu unterscheiden.
Planetarische Nebel erscheinen erst im Teleskop flächig (links M 57 in der Leier und rechts M 27 im Füchschen, jeweils bei 2250 mm Brennweite), im Fernglas sind sie klein und nur schwer von Sternen zu unterscheiden.

Da planetarische Nebel Sauerstoff enthalten, geben sie auch grünes Licht ab. Auf Fotografien erscheinen sie daher rötlich oder grünlich, je nachdem, ob mit einem eher rotempfindlichen Farbfilm oder einer rotunempfindlicheren Digitalkamera fotografiert wurde. Das Bild der Digitalkamera entspricht dabei eher dem Anblick, den man hätte, wenn der Nebel hell genug wäre, um farbig wahrgenommen zu werden. Mit O-III-Filtern wären sie besser zu erkennen, auch diese Filter sind aber nur mit den wenigsten Ferngläsern einsetzbar.

Planetarische Nebel verdanken ihren Namen der Tatsache, dass sie bei niedriger Vergrößerung wie kleine Planeten aussehen – außer einer kleinen, meist runden Scheibe ist nicht viel zu erkennen. Im Fernglas erscheinen die meisten Nebel sogar nur wie sehr lichtschwache und leicht verwaschene Sternchen, die allenfalls an ihrer leicht grünlichen Färbung zu identifizieren sind. Der bekannteste planetarische Nebel zum Beispiel, der Ringnebel M 57 in der Leier, ist zwar prinzipiell durchaus im Fernglas zu sehen – aber lediglich als unscheinbarer Stern, der nur mit Hilfe einer Sternkarte in der sternreichen Umgebung zu identifizieren ist.  Planetarische Nebel sind daher meist nur für Teleskopbesitzer interessant, nur wenige Ziele wie der Helixnebel haben eine große Ausdehnung.