{"id":81,"date":"2014-04-13T12:55:04","date_gmt":"2014-04-13T10:55:04","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=81"},"modified":"2014-04-23T21:14:50","modified_gmt":"2014-04-23T19:14:50","slug":"die-sonne-im-fernglas","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=81","title":{"rendered":"Die Sonne im Fernglas"},"content":{"rendered":"<p>Die Sonne ver\u00e4ndert ihren Anblick im Lauf der Zeit. Durch einen Neutralfilter wie die Astrosolar-Folie lassen sich die <strong>Sonnenflecken<\/strong> erkennen. Dabei handelt es sich um k\u00fchlere Regionen auf der Sonne, die daher weniger hell erscheinen als der Rest der Sonne.<\/p>\n<p>Durchschnittlich alle elf Jahre gibt es ein Maximum, dazwischen sinkt die Zahl der Flecken, und manchmal l\u00e4sst sich auch eine v\u00f6llig fleckenlose Sonne beobachten. W\u00e4hrend eines Maximums lassen sich gro\u00dfe Fleckengruppen bereits ohne Fernglas nur mit Hilfe einer Finsternisbrille beobachten. Diese Gruppen k\u00f6nnen bis zu 300\u2009000 km gro\u00df sein. Auch die einzelnen Flecken erreichen ein Vielfaches des Erdurchmessers. Zum Vergleich: Der Sonnendurchmesser entspricht etwa dem 109fachen Erddurchmesser.<\/p>\n<p>Anhand der Sonnenflecken l\u00e4sst sich sehr sch\u00f6n die Drehung der Sonne um ihre Achse erkennen. Die Flecken wandern mit der Sonnenoberfl\u00e4che von Ost nach West und k\u00f6nnen ihre Form binnen einiger Stunden \u00e4ndern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_82\" aria-describedby=\"caption-attachment-82\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Sonnenfleck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-82\" src=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Sonnenfleck.jpg\" alt=\"Ein Sonnenfleck und die Sonnengranulation, wie sie im Teleskop erscheinen.\" width=\"400\" height=\"299\" srcset=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Sonnenfleck.jpg 400w, http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Sonnenfleck-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-82\" class=\"wp-caption-text\">Ein Sonnenfleck und die Sonnengranulation, wie sie im Teleskop erscheinen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Neben den Sonnenflecken k\u00f6nnen Sie durch einen guten Filter auch noch die <strong>Randverdunklung<\/strong> der Sonne erkennen. Der Sonnenrand erscheint weniger hell als die Sonnenmitte. Der Grund daf\u00fcr liegt in der Absorption des Sonnenlichts in der Sonnenatmosph\u00e4re.<br \/>\nSonnenfackeln sind hellere und hei\u00dfere Gebiete auf der Sonnenoberfl\u00e4che, die aber meist eher klein sind und h\u00f6her vergr\u00f6\u00dfernden Ger\u00e4ten vorbehalten bleiben. Sie lassen sich am besten in der N\u00e4he des Sonnenrandes im Teleskop beobachten.<\/p>\n<p>Die <strong>Protuberanzen<\/strong> \u2013 gro\u00dfe Gaswolken, die \u00fcber der Sonne schweben \u2013 lassen sich nur im Teleskop mit einem speziellen H-Alpha-Ansatz beobachten. F\u00fcr das Fernglas existieren solche Ans\u00e4tze nicht, wegen der geringen Vergr\u00f6\u00dferung w\u00e4ren sie auch sinnlos.<\/p>\n<figure id=\"attachment_83\" aria-describedby=\"caption-attachment-83\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Protuberanz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-83\" src=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Protuberanz.jpg\" alt=\"Nur Protuberanzenteleskope, die wie hier die Sonnenscheibe ausblenden und nur H-Alpha-Licht durchlassen, oder spezielle H-Alpha-Teleskope zeigen die Protuberanzen am Sonnenrand.\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Protuberanz.jpg 400w, http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Protuberanz-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-83\" class=\"wp-caption-text\">Nur Protuberanzenteleskope, die wie hier die Sonnenscheibe ausblenden und nur H-Alpha-Licht durchlassen, oder spezielle H-Alpha-Teleskope zeigen die Protuberanzen am Sonnenrand.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ebenfalls Teleskopen bleibt die <strong>Sonnengranulation<\/strong> vorbehalten, die nur bei hoher Vergr\u00f6\u00dferung zu beobachten ist.<\/p>\n<p>Die <strong>Sonnenkorona<\/strong> \u2013 quasi die Hochatmosph\u00e4re der Sonne \u2013 ist nur bei Sonnenfinsternissen zu beobachten, wenn die Sonne durch den Mond ausgeblendet wird. Die Korona hat einen Durchmesser von etwa 10 Grad, also den zwanzigfachen Sonnendurchmesser. Auch Protuberanzen k\u00f6nnen w\u00e4hrend einer Sonnenfinsternis f\u00fcr kurze Zeit beobachtet werden. Allerdings sollten Sie unbedingt vor Ende der Totalit\u00e4t die Filter wieder aufsetzen, um Ihr Augenlicht nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Noch seltener als Sonnenfinsternisse sind <strong>Durchg\u00e4nge von Venus oder Merkur<\/strong> vor der Sonne. Dabei wandert einer der inneren Planeten zwischen Sonne und Erde hindurch und ist f\u00fcr einige Stunden als schwarzer Fleck vor der Sonnenscheibe zu erkennen. Venusdurchg\u00e4nge finden etwa zweimal pro Jahrhundert statt (in diesem Jahrhundert am 8.\u20096. 2004 und am 6.\u20096. 2012, danach wieder am 11.\u200912. 2117 und am 8.\u200912. 2125), Merkurdurchg\u00e4nge sind etwas h\u00e4ufiger. Der Merkurtransit vom 8. November 2006 blieb von Europa aus zwar unsichtbar, die Transite am 9. Mai 2016 und am 11. November 2019 k\u00f6nnen von Europa aus jedoch zumindest teilweise beobachtet werden.<\/p>\n<p>Da Merkur kleiner ist als die Venus, sind diese Ereignisse sehr unspektakul\u00e4r. Transite wurden fr\u00fcher zur Bestimmung der Sonnenentfernung genutzt, heute haben sie in erster Linie historisches Interesse. Am interessantesten sind die Kontakte der Planeten mit der Sonnenscheibe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonne ver\u00e4ndert ihren Anblick im Lauf der Zeit. Durch einen Neutralfilter wie die Astrosolar-Folie lassen sich die Sonnenflecken erkennen. Dabei handelt es sich um k\u00fchlere Regionen auf der Sonne, die daher weniger hell erscheinen als der Rest der Sonne. 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