{"id":380,"date":"2014-04-13T16:08:02","date_gmt":"2014-04-13T14:08:02","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=380"},"modified":"2014-04-17T10:17:16","modified_gmt":"2014-04-17T08:17:16","slug":"grosser-hund","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=380","title":{"rendered":"Gro\u00dfer Hund"},"content":{"rendered":"<p>Der Gro\u00dfe Hund ist dank Sirius sehr auff\u00e4llig, aber auch ohne ihn w\u00e4re das helle Sternbild leicht zu finden, obwohl es nie besonders hoch \u00fcber den Horizont steigt. Es stellt einen der Jagdhunde des Himmelsj\u00e4gers Orion dar.<\/p>\n<p><strong><em>\u03b1 Canis Majoris<\/em><\/strong> ist besser bekannt als Sirius und mit -1,5<sup>m<\/sup> nach der Sonne der hellste Stern an unserem Himmel. Bei einer absoluten Helligkeit von +1,5<sup>M<\/sup> ist dieser Eindruck aber lediglich auf seine geringe Entfernung von 8,7 Lichtjahren zur\u00fcckzuf\u00fchren. Nur vier Sterne sind uns n\u00e4her als Sirius. Da er immer recht horizontnah steht, wird sein Licht auf dem Weg durch die Erdatmosph\u00e4re immer wieder gebrochen, sodass er h\u00e4ufig in allen Regenbogenfarben zu flackern scheint.<\/p>\n<p>Erst in etwas gr\u00f6\u00dferen Teleskopen k\u00f6nnen Sie Sirius B ersp\u00e4hen, den sonnenn\u00e4chsten wei\u00dfen Zwergstern, der Sirius alle 50 Jahre umkreist. Dadurch bewegt sich Sirius nicht auf einer geraden Bahn \u00fcber den Himmel, sondern beschreibt eine leichte Pendelbewegung, die erstmals 1834 von F. Bessel bemerkt wurde. Sirius B konnte erst 1862 von Alvin Clarke direkt beobachtet werden.<br \/>\nSirius galt bereits in der Antike als Kalenderstern. In \u00c4gypten stand die j\u00e4hrliche Nil\u00fcberflutung an, wenn Sirius kurz vor der Sonne aufging, w\u00e4hrend er in Griechenland die hei\u00dfe Jahreszeit \u2013 die \u201eHundstage\u201c \u2013 ank\u00fcndigte. Als \u201eHundsstern\u201c war Sirius bereits in Babylon bekannt.<\/p>\n<p>Der offene Sternhaufen <em><strong>M41<\/strong><\/em> wurde 325 v. Chr. von Aristoteles als \u201ewolkiger Fleck\u201c beschrieben \u2013 ein Eindruck, den man heute nur noch fern der St\u00e4dte nachvollziehen kann. Im Fernglas k\u00f6nnen Sie bereits zwei Dutzend seiner rund 100 Sterne erkennen, die sich auf ein Gebiet von Vollmonddurchmesser verteilen. Bei einer Entfernung von 2250 Lichtjahren hat der rund 100 Millionen Jahre alte Sternhaufen einen Durchmesser von rund 24 Lichtjahren. M41 befindet sich vier Grad s\u00fcdlich von Sirius und ist somit leicht zu finden. In ihm gibt es mehrere Sterngruppen, die kleinere Sternhaufen und B\u00f6gen bilden.<\/p>\n<p><strong><em>NGC 2360<\/em><\/strong> erscheint auch im 10\u2009\u00d7\u200950 nur als leicht k\u00f6rniger, neun Bogenminuten gro\u00dfer Nebelfleck. Die hellsten Sterne dieses offenen Sternhaufens erreichen lediglich 10,5<sup>m<\/sup> und k\u00f6nnen daher nicht aufgel\u00f6st werden. Trotzdem ist die Gruppe, die 3,5 Grad \u00f6stlich von \u03b3 Canis Majoris in einem sternreichen Teil der Milchstra\u00dfe liegt, bemerkenswert: Mit 1,3 Milliarden Jahren ist sie extrem alt. NGC 2360 steht in 3400 Lichtjahren Entfernung und ist nur ein halbes Grad vom galaktischen \u00c4quator entfernt.<\/p>\n<p>Rund um den 4,4<sup>m<\/sup> hellen \u03c4 Canis Majoris erstreckt sich der offene Sternhaufen <strong><em>NGC 2362<\/em><\/strong>. Sein Durchmesser betr\u00e4gt nur acht Bogenminuten, sodass er vor allem bei niedriger Vergr\u00f6\u00dferung leicht von dem Stern \u00fcberstrahlt werden kann. Etwa ein Dutzend der rund 40 Sterne sind im Fernglas sichtbar. Noch ist unklar, ob \u03c4 Canis Majoris ebenfalls zu dem 4900 Lichtjahre entfernten Haufen geh\u00f6rt. Wenn er dazugeh\u00f6rt, w\u00e4re er 50\u2009000 mal heller als unsere Sonne und einer der leuchtst\u00e4rksten bekannten Sterne. NGC 2362 entstand vor einer Million Jahre, der acht Lichtjahre gro\u00dfe Sternhaufen geh\u00f6rt damit zu den j\u00fcngsten bekannten Vertretern seiner Art. Von seinem Ursprungsnebel ist jedoch nichts mehr zu erkennen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gro\u00dfe Hund ist dank Sirius sehr auff\u00e4llig, aber auch ohne ihn w\u00e4re das helle Sternbild leicht zu finden, obwohl es nie besonders hoch \u00fcber den Horizont steigt. 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