{"id":373,"date":"2014-04-13T16:02:57","date_gmt":"2014-04-13T14:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=373"},"modified":"2014-04-23T20:08:43","modified_gmt":"2014-04-23T18:08:43","slug":"eridanus","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=373","title":{"rendered":"Eridanus"},"content":{"rendered":"<p>Der Fluss Eridanus ist ein ausgedehntes und lichtschwaches Sternbild, das sich vom Orion aus fast bis zum Himmelss\u00fcdpol erstreckt. Mit Ausnahme des 0,5<sup>m<\/sup> hellen Achernar (\u03b1 Eridani, \u201eEnde des Flusses\u201c) enth\u00e4lt es kaum auff\u00e4llige Sterne, von unseren Breiten aus erscheint es sehr unauff\u00e4llig.<\/p>\n<p>Der 3,7<sup>m<\/sup> helle <strong><em>\u03b5 Eridani<\/em><\/strong> ist nur 10,5 Lichtjahre entfernt, damit geh\u00f6rt er zur n\u00e4heren Sonnenumgebung. Nur zwei weitere f\u00fcr das blo\u00dfe Auge sichtbare Sterne sind uns n\u00e4her als \u03b5 Eridani: \u03b1 Centauri und Sirius. Die Mehrzahl der sonnennahen Sterne ist nur in Fernglas oder Teleskop sichtbar. \u03b5 Eridani selbst ein junger, recht sonnen\u00e4hnlicher Stern. Masse und Durchmesser betragen etwa 85 Prozent unserer Sonne, die Leuchtkraft liegt nur bei einem Drittel der Sonnenleuchtkraft. 2006 konnte bei dem nur 500 Millionen bis eine Milliarde Jahre alten Stern ein Planet mit 1,5 Jupitermassen nachgewiesen werden, und er scheint eine Staub- und Gesteinswolke \u00e4hnlich dem Kuiperg\u00fcrtel zu besitzen, in deren Inneren ein Freiraum liegt, der gro\u00df genug f\u00fcr ein Planetensystem ist.<\/p>\n<p><em><strong>\u03bf\u00b2 Eridani<\/strong><\/em> ist auch als <strong><em>Keid<\/em><\/strong> bekannt und nur 16,5 Lichtjahre entfernt. Der 4,4<sup>m<\/sup> helle Hauptstern hat in 83 Bogensekunden Entfernung einen nur 9,6<sup>m<\/sup> hellen Begleiter, der vor allem wegen des Helligkeitsunterschiedes nur in gr\u00f6\u00dferen Ferngl\u00e4sern zu erkennen ist. Der Begleitstern ist der am einfachsten beobachtbare wei\u00dfe Zwergstern. Seine Masse betr\u00e4gt etwa eine halbe Sonnenmasse, w\u00e4hrend sein Durchmesser mit 27\u2009300 km nur etwa doppelt so gro\u00df ist wie der der Erde. Er ben\u00f6tigt 8000 Jahre, um den Hauptstern einmal zu umkreisen, dabei ist er rund 400\u00a0AE von dem helleren Stern entfernt. Der Zwergstern wird au\u00dferdem von einem 11,2<sup>m<\/sup> hellen und nur 0,2 Sonnenmassen schweren roten Zwergstern umkreist, der allerdings Teleskopen vorbehalten bleibt.<\/p>\n<p>Der <strong><em>Hexenkopfnebel NGC 1909 (Witch Head Nebula)<\/em><\/strong> ist ein schwacher und sehr gro\u00dfer Nebel. Im 10\u2009\u00d7\u200950 kann er nur unter optimalen Bedingungen als 10\u2009\u00d7\u200950 Bogenminuten gro\u00dfer Lichtschimmer wahrgenommen werden, seine Gesamtgr\u00f6\u00dfe betr\u00e4gt immerhin 1\u2009\u00d7\u20093 Grad. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Reflexionsnebel, der durch den hellen Stern Rigel beleuchtet wird, es k\u00f6nnte sich aber auch um einen Supernova\u00fcberrest handeln. Er befindet sich jeweils 2,5 Grad von Rigel (\u03b2\u00a0Orionis) und Cursa (\u03b2 Eridani) entfernt. Nur bei dunklem Himmel lohnt sich die Suche nach ihm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fluss Eridanus ist ein ausgedehntes und lichtschwaches Sternbild, das sich vom Orion aus fast bis zum Himmelss\u00fcdpol erstreckt. Mit Ausnahme des 0,5m hellen Achernar (\u03b1 Eridani, \u201eEnde des Flusses\u201c) enth\u00e4lt es kaum auff\u00e4llige Sterne, von unseren Breiten aus erscheint es sehr unauff\u00e4llig. 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