{"id":330,"date":"2014-04-13T15:16:26","date_gmt":"2014-04-13T13:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=330"},"modified":"2014-04-17T10:16:04","modified_gmt":"2014-04-17T08:16:04","slug":"schlange","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=330","title":{"rendered":"Schlange"},"content":{"rendered":"<p>Die Schlange ist das einzige Sternbild, das in zwei Teile gespalten ist. Der Kopf der Schlange befindet sich westlich des Schlangentr\u00e4gers abseits der Milchstra\u00dfenebene. Hier sehen wir tief ins All, mit einem lichtstarken Teleskop sind viele lichtschwache Galaxien erreichbar. Der Schwanz der Schlange befindet sich \u00f6stlich des Schlangentr\u00e4gers in der Milchstra\u00dfenebene. Durch die Staubwolken der Gro\u00dfen Teilung findet man in ihm dennoch nur wenige Deep-Sky-Objekte, die meisten werden vom Staub verborgen.<\/p>\n<p>Der eigentliche <strong><em>Kopf der Schlange<\/em><\/strong> ist ein kleine Gruppe aus den Sternen \u03b2 (3,6<sup>m<\/sup>), \u03b3 (3,8<sup>m<\/sup>), \u03ba (4,1<sup>m<\/sup>) und \u03b9 (4,5<sup>m<\/sup>). Die Sterne stehen nur zuf\u00e4llig nahe beieinander, sie bilden also nur ein Sternmuster und keinen offenen Sternhaufen. Der Kopf der Schlange hat einen Durchmesser von 5,5 Grad.<\/p>\n<p><strong><em>M5<\/em><\/strong> geh\u00f6rt zu den sechs hellsten Kugelsternhaufen, zeigt aber erst ab etwa f\u00fcnfundzwanzigfacher Vergr\u00f6\u00dferung einzelne Sterne. Messier war sich 1764 sicher, dass der Nebel \u201ekeinen Stern enth\u00e4lt\u201c, auch der Entdecker Gottfried Kirch sah 1702 nur einen Nebel. Erst 1791 erkannte William Herschel 200 Sterne im Zentrum von M\u20095. Mit 5,7<sup>m<\/sup> und einem Durchmesser von 20 Bogenminuten erscheint er in jedem Fernglas als leicht abgeflachter Nebel. M\u20095 ist 26\u2009000 Lichtjahre entfernt und enth\u00e4lt in einem Gebiet mit einem Durchmesser von 150 Lichtjahren etwa 500\u2009000 Sterne. Seine Sterne haben Helligkeiten zwischen elfter und f\u00fcnfzehnter Gr\u00f6\u00dfe \u2013 aus dieser Entfernung betrachtet w\u00e4re unsere Sonne nur noch 19,4<sup>m<\/sup> hell, was einen Eindruck von der Leuchtkraft seiner Sterne gibt.<\/p>\n<p><em><strong>IC 4756<\/strong><\/em> geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten bekannten Sternhaufen. Er entstand vermutlich vor einer Milliarde Jahren, enth\u00e4lt also keine leuchtstarken blauen Sterne mehr. Rund 80 Sterne verteilen sich auf ein Gebiet von fast einem Grad Durchmesser, was vor dem Hintergrund der Milchstra\u00dfe einen sch\u00f6nen Anblick bietet. Seine hellsten Sterne erreichen die siebte Gr\u00f6\u00dfe, auch die schw\u00e4cheren Sterne in seinem Zentrum werden von einem Trapez aus Sternen siebter Gr\u00f6\u00dfe eingerahmt. Innerhalb des 20 Lichtjahre gro\u00dfen und 1200 Lichtjahre entfernten Sternhaufens finden sich viele kleinere Sterngruppen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schlange ist das einzige Sternbild, das in zwei Teile gespalten ist. Der Kopf der Schlange befindet sich westlich des Schlangentr\u00e4gers abseits der Milchstra\u00dfenebene. Hier sehen wir tief ins All, mit einem lichtstarken Teleskop sind viele lichtschwache Galaxien erreichbar. Der Schwanz der Schlange befindet sich \u00f6stlich des Schlangentr\u00e4gers in der Milchstra\u00dfenebene. 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