{"id":258,"date":"2014-04-13T14:15:51","date_gmt":"2014-04-13T12:15:51","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=258"},"modified":"2014-04-17T10:19:23","modified_gmt":"2014-04-17T08:19:23","slug":"kataloge","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=258","title":{"rendered":"Kataloge"},"content":{"rendered":"<p>Die Objekte, die man am Himmel sehen kann, sind in einer Vielzahl von Katalogen beschrieben, die sich zum Teil \u00fcberschneiden. Viele helle Sterne haben Eigennamen wie Albireo oder Betelgeuze, die meist aus dem Arabischen stammen. Um Verwirrungen vorzubeugen, erhielten die hellsten Sterne jedes Sternbildes einen griechischen Buchstaben, der durch die lateinische Abk\u00fcrzung des Sternbildnamens erg\u00e4nzt wird: \u03b1 Ori ist zum Beispiel Betelgeuze im Orion, h\u00e4ufig wird der Sternbildname auch ausgeschrieben: \u03b1\u00a0Orionis. Das System wurde 1603 von Johann Bayer im Sternatlas \u201eUranometria\u201c eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Um mehr Sterne beschreiben zu k\u00f6nnen, nummerierte John Flamsteed im 17. Jahrhundert die Sterne jedes Sternbildes durch: Betelgeuze tr\u00e4gt daher auch die Bezeichnung 58 Orionis. F\u00fcr moderne, umfangreiche Sternkarten reichte auch diese Methode nicht aus, f\u00fcr Amateure sind andere Kataloge wie die Bonner Durchmusterung oder die Nummer im SAO-Katalog oder im Hubble Guide Star Catalogue aber eher uninteressant.<\/p>\n<p>Deep-Sky-Objekte sind in einer Vielzahl von Katalogen verzeichnet. Der Messier-Katalog geht auf den franz\u00f6sischen Kometenj\u00e4ger Charles Messier zur\u00fcck, der im 18. Jahrhundert 103 \u201eNebelflecken\u201c katalogisierte, die ihn bei seiner Jagd nach Kometen st\u00f6rten. Der Katalog wurde sp\u00e4ter etwas erweitert und erh\u00e4lt viele der sch\u00f6nsten Deep-Sky-Objekte. M\u200931 ist zum Beispiel die Andromedagalaxie.<\/p>\n<p>Wesentlich umfangreicher ist der New General Catalogue of Nebulae and Clusters of Stars, den J. L. E. Dreyer 1888 ver\u00f6ffentlichte. Er enth\u00e4lt 7840 Eintr\u00e4ge. Unter NGC 224 verbirgt sich die Andromedagalaxie M\u200931. Der Katalog wurde sp\u00e4ter durch zwei \u201eIndex Catalogues\u201c erweitert. Seine Objekten werden mit IC abgek\u00fcrzt und sind im Fernglas meist unbeobachtbar.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus gibt es eine Reihe von Spezialkatalogen, die sich meist auf eine Objektklasse beschr\u00e4nken. Zum Teil enthalten diese Kataloge viele hundert Eintr\u00e4ge, manchmal aber auch nur einen einzigen. F\u00fcr offene Sternhaufen gibt es zum Beispiel die Kataloge von Collinder (471 Objekte, abgek\u00fcrzt Cr, zum Beispiel der \u201eKleiderb\u00fcgel\u201c Cr 399), Tr\u00fcmpler (amerikanisch: Trumpler, 334 Objekte, abgek\u00fcrzt Tr) und Melotte (abgek\u00fcrzt Mel, zum Beispiel der Coma-Sternhaufen Mel 111). Diese Kataloge entstanden meist zu Beginn des 20. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ferngl\u00e4ser ist auch eine Liste interessant, die vor allem Asterismen (zuf\u00e4llige Sternmuster) f\u00fcr das Fernglas enth\u00e4lt und von Phillip Harrington 1990 vorgestellt wurde. Sie enth\u00e4lt 12 Eintr\u00e4ge, Hrr\u202f1 ist zum Beispiel der \u201eVerlobungsring\u201c in der N\u00e4he des Polarsterns. Die Liste wurde sp\u00e4ter zum STAR (Small Telescope Asterism Roster) mit 29 Eintr\u00e4gen erweitert.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dunkelnebel ist vor allem der Katalog von Edward E. Barnard interessant, der 1927 eine Liste mit 370 Dunkelnebeln ver\u00f6ffentlichte. B72 ist zum Beispiel der Schlangennebel im Schlangentr\u00e4ger. Lynds Catalogue of Dark Nebulae von 1962 enth\u00e4lt sogar 1802 Eintr\u00e4ge, LDN 906 im Schwan ist zum Beispiel der N\u00f6rdliche Kohlensack, das 2,5 Grad gro\u00dfe Ende der gro\u00dfen Teilung der Milchstra\u00dfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><strong>weiter:<\/strong> Beobachtungsbuch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Objekte, die man am Himmel sehen kann, sind in einer Vielzahl von Katalogen beschrieben, die sich zum Teil \u00fcberschneiden. Viele helle Sterne haben Eigennamen wie Albireo oder Betelgeuze, die meist aus dem Arabischen stammen. 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