{"id":235,"date":"2014-04-13T14:03:52","date_gmt":"2014-04-13T12:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=235"},"modified":"2014-04-17T10:25:59","modified_gmt":"2014-04-17T08:25:59","slug":"emissionsnebel","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=235","title":{"rendered":"Emissionsnebel"},"content":{"rendered":"<p>Emissionsnebel sind ausgedehnte Wolken aus Wasserstoff und Helium, die durch die energiereiche Ultraviolettstrahlung benachbarter Sterne ionisiert werden. Dabei werden Elektronen kurzzeitig auf ein h\u00f6heres Energieniveau angeregt. Wenn sie wieder auf ihr normales Energieniveau absinken, geben sie die aufgenommene Energie in Form von sichtbarem Licht wieder ab: Sie fluoreszieren. Der selbe Prozess l\u00e4uft \u2013 wenn auch mit anderen Gasen \u2013 in einer Neonr\u00f6hre ab, und genau wie eine Neonr\u00f6hre zeigen Emissionsnebel kein kontinuierliches Farbenspektrum, sondern leuchten nur in wenigen Farben. Neonr\u00f6hren erscheinen wei\u00df, da sich die Farben verschiedener Gase in der Neonr\u00f6hre zu wei\u00dfem Licht aufaddieren. Emissionsnebel enthalten nur Wasserstoff und Helium, ihr Spektrum wird durch die Emissionslinien von Wasserstoff gepr\u00e4gt. Auf langbelichteten Fotografien erscheinen sie daher r\u00f6tlich. Da ihre Helligkeit zu niedrig ist, um farbig gesehen zu werden, wirken sie im Teleskop grau.<\/p>\n<figure id=\"attachment_236\" aria-describedby=\"caption-attachment-236\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/M42-Komposit-schwarz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-236\" alt=\"In die leuchtenden Gasmassen des Orionnebels (M\u200942) sind junge Sterne eingebettet, die aus dem Nebel entstanden sind. Aufnahme mit 500 mm Brennweite und Idas-LPR-Filter.\" src=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/M42-Komposit-schwarz.jpg\" width=\"400\" height=\"260\" srcset=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/M42-Komposit-schwarz.jpg 400w, http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/M42-Komposit-schwarz-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-236\" class=\"wp-caption-text\">In die leuchtenden Gasmassen des Orionnebels (M\u200942) sind junge Sterne eingebettet, die aus dem Nebel entstanden sind. Aufnahme mit 500 mm Brennweite und Idas-LPR-Filter.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Teleskope und einige Ferngl\u00e4ser bieten die M\u00f6glichkeit, spezielle UHC-Filter vor die Okulare zu schrauben, die nur das Licht des Wasserstoffs durchlassen und so das St\u00f6rlicht der Lichtverschmutzung ausblenden k\u00f6nnen. Bei Ferngl\u00e4sern ist diese M\u00f6glichkeit jedoch sehr selten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Beobachtung von Nebeln empfiehlt es sich, einen m\u00f6glichst dunklen Beobachtungsstandort zu w\u00e4hlen, da sie meist recht ausgedehnt und lichtschwach sind \u2013 daher k\u00f6nnen sie leicht in der Hintergrundhelligkeit des Himmels untergehen. Einige gro\u00dfe Nebel sind aber auch ohne spezielle Filter im Fernglas einfacher zu sehen als in einem Teleskop. Da sie sehr ausgedehnt sind, k\u00f6nnen sie im Teleskop einen Gro\u00dfteil des Gesichtsfeld ausf\u00fcllen, sodass sie nur schwer vom Himmelshintergrund zu unterscheiden sind. Das gilt vor allem bei Nebeln ohne scharfe Abgrenzung, die am Rand langsam verblassen. Sie werden daher genau wie Reflexionsnebel auch als diffuse Nebel bezeichnet. Zu den bekanntesten Emissionsnebeln geh\u00f6ren der gro\u00dfe Orionnebel (M\u200942) und der sehr ausgedehnte Nordamerikanebel (NGC 7000) im Sternbild Schwan.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Emissionsnebel sind ausgedehnte Wolken aus Wasserstoff und Helium, die durch die energiereiche Ultraviolettstrahlung benachbarter Sterne ionisiert werden. Dabei werden Elektronen kurzzeitig auf ein h\u00f6heres Energieniveau angeregt. Wenn sie wieder auf ihr normales Energieniveau absinken, geben sie die aufgenommene Energie in Form von sichtbarem Licht wieder ab: Sie fluoreszieren. 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