{"id":229,"date":"2014-04-13T14:01:10","date_gmt":"2014-04-13T12:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=229"},"modified":"2014-08-26T21:26:28","modified_gmt":"2014-08-26T19:26:28","slug":"offene-sternhaufen-asterismen-und-assoziationen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=229","title":{"rendered":"Offene Sternhaufen, Asterismen und Assoziationen"},"content":{"rendered":"<p>Egal ob mit blo\u00dfem Auge oder im gr\u00f6\u00dften Teleskop: Die Sterne sind nicht gleichm\u00e4\u00dfig am Himmel verteilt, sondern bilden kleinere und gr\u00f6\u00dfere Gruppen.<\/p>\n<p>Wer nur \u201espazieren sieht\u201c, kann sich an Sternhaufen schnell satt sehen. Wenn man nicht bewusst beobachtet, erblickt man nur einen Haufen Sterne. Sternhaufen werden erst dann wirklich reizvoll, wenn man sie sich genauer ansieht. Dann lassen sich n\u00e4mlich Muster in ihnen erkennen. In einigen Sternhaufen pr\u00e4gen Sternenketten das Bild, andere werden dagegen von wenigen hellen Sternen dominiert oder haben eine charakteristische Form, die an Gegenst\u00e4nde oder Buchstaben erinnert. Erst durch den Vergleich verschiedener offener Sternhaufen miteinander wird ihre Formenvielfalt deutlich. Gerade hier lohnt es sich, ein kleines Beobachtungsbuch zu f\u00fchren, um Beschreibungen oder auch kleine Skizzen festzuhalten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_230\" aria-describedby=\"caption-attachment-230\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Mond_Plejaden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-230\" src=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Mond_Plejaden.jpg\" alt=\"Wie gro\u00df Sternhaufen sein k\u00f6nnen, sieht man bei dieser Begegnung zwischen Mond und Plejaden. Aufnahme mit 135 mm Brennweite. \" width=\"400\" height=\"280\" srcset=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Mond_Plejaden.jpg 400w, http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Mond_Plejaden-300x210.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-230\" class=\"wp-caption-text\">Wie gro\u00df Sternhaufen sein k\u00f6nnen, sieht man bei dieser Begegnung zwischen Mond und Plejaden. Aufnahme mit 135 mm Brennweite.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Begriff <em><strong>Asterismus<\/strong><\/em> bezeichnet zuf\u00e4llige Sternmuster, die nur durch einen perspektivischen Effekt entstehen. \u00c4hnlich wie bei optischen Doppelsternen stehen hier mehrere Sterne in der selben Blickrichtung, aber in unterschiedlichen Entfernungen, und bilden ein markantes Muster am Himmel. Bekannte Asterismen sind zum Beispiel der \u201eKleiderb\u00fcgel\u201c (Collinder 399 im Sternbild F\u00fcchschen) oder der \u201eVerlobungsring\u201c in der N\u00e4he des Polarsterns, aber auch die Sternbilder lassen sich als sehr gro\u00dfe Asterismen bezeichnen.<\/p>\n<p><em><strong>Offene Sternhaufen<\/strong><\/em> sind junge Gruppen aus meist hellen, blauen Riesensternen, die erst vor wenigen Millionen Jahren gemeinsam aus einer Gaswolke entstanden sind und daher auch r\u00e4umlich nahe beieinander stehen. Im Lauf der Zeit entfernen sich die Sterne immer weiter voneinander, bis der Haufen sich nach einigen hundert Millionen Jahren aufgel\u00f6st hat. In dieser Zeit umrundet er die Galaxis mehrmals, und die massereichsten Sterne, die ihren Wasserstoffvorrat am schnellsten verbrauchen, beenden ihren Lebenszyklus. Anhand der Konzentration der Sterne und des Anteils der jungen, blauen Riesen l\u00e4sst sich absch\u00e4tzen, wie alt ein Sternhaufen ist. Die Konzentration eines Sternhaufens h\u00e4ngt allerdings auch von seiner Entfernung zur Sonne ab: Nahe Sternhaufen erscheinen ausgedehnter als weit entfernte. Weit entfernte Sternhaufen schimmern nur als kleiner Lichtfleck, der erst bei hoher Vergr\u00f6\u00dferung in einzelne Sterne aufgel\u00f6st werden kann, w\u00e4hrend nahe Sternhaufen so gro\u00df sind, dass sie nur in einem Fernglas als Haufen wahrgenommen werden k\u00f6nnen \u2013 Plejaden und Hyaden zum Beispiel sind so ausgedehnt, dass sie nicht mehr in das Gesichtsfeld gro\u00dfer Teleskope passen, und die f\u00fcnf Sterne des Gro\u00dfen Wagens, die zu dem Sternhaufen Collinder\u202f285 geh\u00f6ren, erwecken kaum den Eindruck, als w\u00fcrden sie zusammen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong><em>Stern-Assoziationen<\/em><\/strong> sind ausgedehnte Gruppen von jungen, hei\u00dfen Sternen, die zwar wie die Sterne in offenen Sternhaufen gemeinsam entstanden sind und sich auch in die selbe Richtung bewegen, allerdings zu weit voneinander entfernt sind, als dass die Schwerkraft sie noch zusammenhalten k\u00f6nnte. Mit Durchmessern zwischen 100 und 600 Lichtjahren sind sie sehr ausgedehnt, sie markieren Teile der Spiralarme unserer Galaxis. Zu den bekanntesten und sch\u00f6nsten Sternassoziationen geh\u00f6rt die Perseus OB-3-Assoziation (\u03b1-Persei-Assoziation oder Melotte 20) rund um \u03b1 Persei.<\/p>\n<p><em><strong>Sternwolken<\/strong><\/em> sind sternreiche Gebiete an unserem Himmel, in denen eine Vielzahl von Sternen und Sternhaufen nahe beieinander stehen. Vor allem das Sternbild Sch\u00fctze ist f\u00fcr Sternwolken bekannt, da wir dort in die Richtung des sternreichen Zentrums unserer Galaxis sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Egal ob mit blo\u00dfem Auge oder im gr\u00f6\u00dften Teleskop: Die Sterne sind nicht gleichm\u00e4\u00dfig am Himmel verteilt, sondern bilden kleinere und gr\u00f6\u00dfere Gruppen. Wer nur \u201espazieren sieht\u201c, kann sich an Sternhaufen schnell satt sehen. 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