{"id":212,"date":"2014-04-13T13:48:21","date_gmt":"2014-04-13T11:48:21","guid":{"rendered":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=212"},"modified":"2014-04-17T10:18:14","modified_gmt":"2014-04-17T08:18:14","slug":"kometen","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/?page_id=212","title":{"rendered":"Kometen"},"content":{"rendered":"<p>Kometen sind einige Kilometer gro\u00dfe \u201eschmutzige Schneeb\u00e4lle\u201c aus Eis und Gestein, die ihren Ursprung am Rand des Sonnensystems haben. Wenn sie der Sonne nahe kommen, verdampft das Eis, und sie hinterlassen einen Schweif aus Gasen, der von der Sonne wegzeigt, sowie einen zweiten, unauff\u00e4lligeren Staubschweif aus Gesteinsresten, der ihre Bahn markiert. Wenn die Erde die Reste eines Staubschweifs passiert, lassen sich vermehrt Meteore beobachten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_213\" aria-describedby=\"caption-attachment-213\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Machholz_mit_Plejaden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-213\" alt=\"Die meisten Kometen sind nicht sehr eindrucksvoll, sondern \u201enur\u201c ausgedehnte, verwaschene Lichtflecken. Das Bild zeigt den Komet Machholz am 07. Januar 2005 in der N\u00e4he der Plejaden. Aufnahme durch ein Teleobjektiv mit 200 mm Brennweite\" src=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Machholz_mit_Plejaden.jpg\" width=\"400\" height=\"266\" srcset=\"http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Machholz_mit_Plejaden.jpg 400w, http:\/\/freebook.fernglas-astronomie.de\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Machholz_mit_Plejaden-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-213\" class=\"wp-caption-text\">Die meisten Kometen sind nicht sehr eindrucksvoll, sondern \u201enur\u201c ausgedehnte, verwaschene Lichtflecken. Das Bild zeigt den Komet Machholz am 07. Januar 2005 in der N\u00e4he der Plejaden. Aufnahme durch ein Teleobjektiv mit 200 mm Brennweite<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die meisten Kometen sind recht unauff\u00e4llig und am besten in einem Fernglas oder einem Rich-Field-Teleskop zu beobachten. So lange sie sich in Sonnenn\u00e4he befinden, sind sie recht gut zu sehen, allerdings bewegen sie sich sehr schnell, sodass sie meist nur wenige Tage oder Wochen gut zu beobachten sind. Danach befinden sie sich entweder mit der Sonne am Taghimmel oder sind nur noch von einem anderen Erdteil aus beobachtbar. Sp\u00e4testens nach wenigen Monaten sind die meisten Kometen bereits zu weit von der Sonne entfernt, um noch hell genug zu sein. Die Zeit, bis sie der Sonne wieder nahe kommen, liegt zwischen wenigen Jahren und einigen Jahrtausenden.<\/p>\n<p>Helle Kometen, die bereits f\u00fcr das blo\u00dfe Auge sichtbar sind, sind seltener als die unscheinbaren Vertreter, die nur im Fernglas erkennbar sind. Bei ihnen zeigt ein Teleskop noch weniger, da hier nur noch der Kometenkern mit seiner umgebenden Gash\u00fclle in das Gesichtsfeld passt, der kaum Details erkennen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Aufgrund der langgestreckten Bahnen und der hohen Geschwindigkeiten der Kometen ist ihr Erscheinen nur schwer vorhersagbar. Bahndaten und Aufsuchkarten f\u00fcr Kometen, die in Reichweite von Teleskopen oder Ferngl\u00e4sern sind, finden Sie in astronomischen Zeitschriften ebenso wie auf den entsprechenden Internetseiten. Dort gibt es auch die Bahndaten der Kometen, sodass auch neu entdeckte Kometen im eigenen Sternkartenprogramm dargestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kometen wurden vor allem in der Vergangenheit h\u00e4ufig von Amateuren mit gr\u00f6\u00dferen Ferngl\u00e4sern oder Teleskopen mit gro\u00dfem Gesichtsfeld entdeckt. Obwohl die Konkurrenz durch automatische Suchsysteme mittlerweile st\u00e4rker geworden ist, hat man mit viel Geduld und Zeit immer noch gute Chancen, selbst einen Komet zu entdecken. Dazu m\u00fcssen Sie den Himmel jedoch gut kennen, um keine anderen Objekte mit Kometen zu verwechseln \u2013 Charles Messiers ber\u00fchmte Liste mit Deep-Sky-Objekten entstand, weil er bei seiner Jagd auf Kometen immer wieder auf die selben Nebel stie\u00df. Am besten suchen Sie neue Kometen in der D\u00e4mmerung, wenn die Sonne noch oder schon unter dem Horizont ist \u2013 viele Kometen werden erst in Sonnenn\u00e4he gut sichtbar, hier sind fotografische Systeme im Nachteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kometen sind einige Kilometer gro\u00dfe \u201eschmutzige Schneeb\u00e4lle\u201c aus Eis und Gestein, die ihren Ursprung am Rand des Sonnensystems haben. Wenn sie der Sonne nahe kommen, verdampft das Eis, und sie hinterlassen einen Schweif aus Gasen, der von der Sonne wegzeigt, sowie einen zweiten, unauff\u00e4lligeren Staubschweif aus Gesteinsresten, der ihre Bahn markiert. 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